Freitag, den 23. Februar 2018

Edel und wertig – so schön ist die Gastronomie

Gerne als Hingucker – so präsentiert sich die Berufsmode in Gastronomie und Hotellerie in 2018. Die Kunst dabei? Es für die Träger so leicht und angenehm zu gestalten, dass sie sich richtig wohl fühlen in ihrer Berufskleidung. Die Aussichten dafür? Stehen gut! Über die Trends dieses Jahres gibt Expertin Anja Scherbel-Erlinghagen von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH Auskunft.


Frau Scherbel-Erlinghagen, was kommt und was bleibt – in Sachen Berufsmode für die Gastronomie?

Viele Textilien im Gastro- und Hotelbereich gelten längst als Klassiker. Doch sie werden ergänzt durch neue modische Strömungen mit innovativen Details und frischen Trends bei Farben, Schnitten und Materialien. Wir als textiler Dienstleister prüfen diese sorgfältig - und reagieren darauf. Da passiert dann auch in 2018 wieder einiges. Was kommt? Die Kleidung wird wieder etwas farbiger, klassische schwarz/weiß-Muster werden immer häufiger abgelöst – auch in der gehobenen Gastronomie. Es darf generell etwas modischer, jünger und weniger steif zugehen. Hier gewinnt auch das Spiel mit den Materialien zunehmend an Bedeutung.

Bleiben wir erstmal bei den Klassikern – was ist nicht wegzudenken?

Einiges. Gut geschnittene Hemden und Blusen in Kombination mit praktischen Schürzen und Vorbindern sind in puncto Vielfalt, Funktionalität und einer – hier unkompliziert erreichbaren und daher oft kostenoptimierten – professionellen Optik nicht zu toppen. Hier reihen sich auch kombinationsstarke Basics wie Polo- und T-Shirts in allen Farben ein. Auch in der Küche haben Klassiker wie etwa die weiße Kochjacke weiter Bestand.

Doch auch solch ein Klassiker geht heute mit der Zeit, eben auch in puncto Funktionalität: Hier werden beispielsweise die Kugelknöpfe häufig durch Druckknöpfe ersetzt – das ist hygienischer. Man kann bei Flecken auf der Jacke diese nicht mehr einfach mal umknöpfen… Zudem wird auch die Kochjacke heute figurbetonter, gefördert durch einen Materialienmix, der leichter und dazu elastisch ist. Die steifen, handgebügelten Jacken gibt es noch – aber auch in der Küche findet ein Generationswechsel statt. Und der ist gegenüber stylischen Outfits durchaus aufgeschlossen. Da weicht die traditionelle Jacke dann auch schon mal dem Kochhemd.

Sie sprechen von leichterem Gewebe, was ist da auf dem Vormarsch?

Zum Einsatz kommen tatsächlich immer häufiger leichtere und intelligentere Gewebe. So sind beim Material Mischgewebe wie Tencel zunehmend beliebt. Denn sie gewährleisten einen schnellen Feuchtigkeitstransport, können zudem die Bildung von Bakterien hemmen. Auch beim Thema Funktionalität spielt das Gewebe eine Rolle, etwa bei komfortablen Stretcheinsätzen aus Jersey an den Seiten oder am Rücken von Kochjacken, damit die Jacke bei allen Bewegungen mitgeht. Oder auch mit Meshgewebeeinsätzen unter den Armen, sowie innenliegenden Stretchbändern an den Ärmelenden, damit diese leicht nach oben geschoben und fixiert werden können. Alles was in Küche und Service mehr Komfort und Bewegungsfreiheit verspricht, kommt an.

Wie sieht es denn bei den optischen Trends aus?

Kollektionsteile in Denim-Optik sind sehr angesagt. Hier wird bei der Berufsmode allerdings weniger klassisches Jeans eingesetzt, sondern aufgrund der Waschbarkeit Gewebe in Denimoptik – das haptisch überzeugt und sich zudem nicht auswäscht. Was unseren Kunden für den einheitlich guten Auftritt des Teams sehr wichtig ist. Zum Denimlook gesellt sich auch ein wertiger Used-Look, etwa durch meliertes Gewebe, das wie Leinen wirkt. Alles was edel, wertig, traditionell wirkt, kommt gerade gut an. Und das reicht deshalb heute auch bis in die 5-Sterne-Häuser. Bei den Farben unterstützen dabei weiter gedämpfte Melangetöne, die – um kleine Farbakzente zu setzen – ab und an gerne mit burgunder- oder hochrot gebrochen werden. Diese Gewebe und Farben in Verbund mit körperbetonten Schnitten sind in 2018 ein Trend.

Ist also hochwertige Berufsmode im Trend?

Aus unserer Sicht zeigt sich, dass hochwertige Berufskleidung für Köche und Personal im Kundenkontakt sehr gefragt ist. Aber es werden auch Basislösungen, wie etwa bei Spülkräften oder häufig wechselnden Aushilfen im Küchenbereich nachgefragt. Als textiler Dienstleister bieten wir hier ein breites Spektrum – und stimmen im Vorfeld mit unseren Kunden individuelle Bekleidungskonzepte ab. Hier gilt es ja, alle Mitarbeiter des Teams entsprechend ihres Einsatzes perfekt – und auch abgestimmt auf das Budget des Hauses – einzukleiden. Für viele unserer Kunden in Gastronomie und auch Hotellerie geht es auch darum, Abteilungen ohne großen Aufwand abzugrenzen. Hier werden dann z.B. Artikel, wie etwa T-Shirts, die morgens im Service beim Eindecken getragen werden, am Abend im Service gegen gut geschnittene Blusen getauscht. Das Spiel mit verschiedenen Farben und Kollektionsteilen gehört heute dazu. Grund für uns als textiler Partner, entsprechende Vielfalt im Programm zu haben.

Was erwarten die Kunden, wenn es um die Pflege der Kleidung geht?

Sicherheit. Die Gesetzgebung setzt gerade in Gastronomie und Hotellerie ein immer stärkeres Augenmerk auf den Hygieneaspekt – und dann muss eben auch die Personalhygiene und damit die Berufskleidung tadellos ins Konzept passen. Wir unterstützen hier direkt vor Ort bei Ausstattung, reagieren auf Trends bei der Kleidung – aber unsere Kernkompetenz ist und bleibt die hygienische Aufbereitung aller eingesetzten Kleidungsstücke. Das gewährleisten wir mit zertifizierten Waschprozessen, lückenloser Dokumentation. Und das ist vielen Betrieben im Gastrobereich auch in 2018 sehr wichtig. Denn die schöne Kleidung soll ja dauerhaft einsetzbar sein – und den einwandfreien Auftritt vor den Gästen unterstützen.

Was Sie auch interessieren könnte

Ludger Schikarski

Ludger Schikarski

Tanja Thaller

Tanja Thaller

Service-Mail Richter


Sie haben Fragen?
Schreiben Sie uns:

info(at)dbl-richter.de

Wir rufen Sie gerne zurück!

Rückrufformular

Bitte geben Sie für den Rückruf Ihre Daten ein.
   
   

Journalisten und Blogger
informieren wir hier über
die aktuellen Gegebenheiten
bei der Richter Textilservice
GmbH und im DBL-Verbund.